17 March 2026, 02:10

Maria Kalesnikawa erhält Karlspreis für ihren Kampf um Demokratie in Belarus

Ein rotes und weißes Kissen mit den Worten "Gerechtigkeit für Belarus" darauf gegen einen weißen Hintergrund.

Maria Kalesnikawa erhält Karlspreis für ihren Kampf um Demokratie in Belarus

Die belarussische Aktivistin Maria Kalesnikawa hat am Samstag in Aachen offiziell den Internationalen Karlspreis erhalten. Die Auszeichnung, die ihr bereits vor vier Jahren – während sie in Belarus inhaftiert war – zuerkannt worden war, würdigt nun ihren anhaltenden Einsatz für Demokratie und europäische Einheit.

Kalesnikawa erfuhr von der Verleihung noch hinter Gittern, wo sie wegen politischer Vorwürfe festgehalten wurde. Damals war die Ehrung ein kraftvolles Zeichen europäischer Solidarität. Heute, in Deutschland lebend, beschrieb sie den Moment der tatsächlichen Überreichung als von grenzenloser Freude geprägt.

Tief geprägt von ihrer Haftzeit, konzentriert sie sich nun darauf, die Freilassung anderer politischer Gefangener in Belarus zu erwirken. Zudem lobte die Aktivistin Aachen für dessen Engagement, Geschichte zu bewahren und an jüngere Generationen weiterzugeben.

Gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen Veronika Zepkalo und Swjatlana Zichanouskaja setzt sich Kalesnikawa weiterhin für eine demokratische Zukunft Belarus' ein. Trotz aller Hindernisse bleibt sie überzeugt, dass der Wandel kommen wird.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurde kein anderer Karlspreis speziell für die Unterstützung demokratischer Bewegungen in Osteuropa verliehen.

Die Auszeichnung unterstreicht Kalesnikawas unerschütterliches Engagement für Menschenrechte und europäische Werte. Ihr Einsatz gilt nun vor allem der Befreiung politischer Gefangener und der Durchsetzung demokratischer Reformen in Belarus. Gleichzeitig betont die Ehrung die seltene Fokussierung auf osteuropäisches Engagement in der jüngeren Geschichte des Preises.

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