Lufthansa und Airbus revolutionieren Pilotentraining mit VR-Technologie
Angela DietzLufthansa und Airbus revolutionieren Pilotentraining mit VR-Technologie
Lufthansa Group und Airbus stellen neues digitales Schulungstool für Piloten vor
Auf dem Digitalgipfel der Bundesregierung in Jena haben die Lufthansa Group und Airbus ein innovatives digitales Trainingswerkzeug für Piloten präsentiert. Das System kombiniert ein VR-Headset mit einem Laptop, um eine immersive 3D-Cockpit-Umgebung zu schaffen. Ziel ist es, die Pilotenschulung effizienter und individueller zu gestalten.
Der Virtual Procedure Trainer bietet Piloten eine authentische 3D-Ansicht eines Flugzeugcockpits. Sie können Standardabläufe wiederholt üben und die Trainingseinheiten an ihr eigenes Lerntempo anpassen. Die realistische Simulation bereitet sie nachhaltig auf fortgeschrittene Ausbildungsphasen vor.
Die ersten beiden VR-Stationen wurden für eine Testphase in Frankfurt und Wien installiert. Dabei wird geprüft, wie gut das Tool von den Nutzern angenommen wird und wie sich es in die bestehenden Schulungsprogramme der Lufthansa Group integrieren lässt. Aktuell simuliert das VR-Headset das Cockpit der A320-Familie, doch es sind Erweiterungen für Langstreckenmodelle wie die A330 und A350 geplant.
Lufthansa Aviation Training, die Fluggesellschaften der Lufthansa Group und Airbus arbeiten eng zusammen, um die Software weiterzuentwickeln. Langfristig soll sie in die Musterberechtigungsschulung für alle unterstützten Flugzeugtypen einfließen. Matthias Spohr, Vorstandsvorsitzender von Lufthansa Aviation Training, bezeichnete den Digitalgipfel als ideale Plattform, um diese Innovation zu präsentieren.
Fabrice Hamel, Vice President Flight Operations & Training bei Airbus, betonte das positive Feedback der Nutzer. Er zeigte sich zufrieden mit der Partnerschaft und dem Potenzial des Tools, die Effizienz der Pilotenschulung zu steigern.
Das neue VR-basierte Schulungssystem soll das Lernen und Verinnerlichen von Abläufen für Piloten verbessern. Während die Tests in Frankfurt und Wien laufen, könnte das Tool bald zum Standard in der Lufthansa-Ausbildung werden. Künftige Erweiterungen könnten weitere Flugzeugmuster umfassen und die Nutzung in der gesamten Branche ausweiten.






