15 April 2026, 22:10

Jugendkriminalität in NRW erreicht besorgniserregende Rekordwerte bei immer jüngeren Tätern

Plakat mit animierten Figuren und Text, der besagt, dass die internationale Studentenzahl in den USA um 10% auf 974.926 stieg.

Jugendkriminalität in NRW erreicht besorgniserregende Rekordwerte bei immer jüngeren Tätern

Jugendkriminalität in Nordrhein-Westfalen steigt seit Jahren dramatisch an

Eine neue Studie zeigt, dass die Jugendkriminalität in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen zehn Jahren stark zugenommen hat. Forscher der Universität zu Köln und des Landeskriminalamts haben besorgniserregende Entwicklungen unter Schülerinnen und Schülern dokumentiert: Gewalt und Respektlosigkeit nehmen immer weiter zu. Besonders auffällig ist die Zunahme von Straftaten durch sehr junge Täter in drei Städten des Landes.

Für die Untersuchung wurden über 3.800 Schüler der siebten und neunten Klassen an 27 Schulen in Gelsenkirchen, Marl und Herten befragt. Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Anstieg kriminellen Verhaltens – vor allem bei Kindern zwischen 11 und 13 Jahren. Allein die Straftaten von Mädchen unter 14 Jahren haben sich seit 2013 um fast 150 Prozent erhöht.

Schulen kämpfen mit Disziplinproblemen Immer mehr Schüler gehen davon aus, dass Regelverstöße oft ohne Konsequenzen bleiben, was zu einem Autoritätsverlust führt. Auch Angriffe auf Lehrkräfte, Polizisten und Rettungskräfte haben zugenommen – zunehmend sind Kinder unter den Tatverdächtigen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Besonders ausgeprägt ist der Anstieg der Jugendkriminalität bei jungen Menschen mit Migrationshintergrund. Die Forscher verzeichnen einen klaren Aufwärtstrend bei gewalttätigen und hassmotivierten Vorfällen. Professor Clemens Kroneberg führt die Entwicklung auf die Folgen der Pandemie sowie den Einfluss sozialer Medien auf das Verhalten Jugendlicher zurück.

Forderung nach Senkung des Strafmündigkeitsalters Innenminister Herbert Reul hat angesichts der alarmierenden Zahlen eine öffentliche Debatte über eine Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters angemahnt. Er betonte, dass dringend gehandelt werden müsse, da sich die Lage weiter verschärfe.

Die Studie zeichnet ein düsteres Bild der Jugendkriminalität in Nordrhein-Westfalen: Immer jüngere Kinder begehen Straftaten, während Schulen und Behörden unter dem wachsenden Druck stehen, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass politische Reformen notwendig sind, um den besorgniserregenden Trend zu bremsen.

Quelle