29 April 2026, 02:23

Inflation in Deutschland steigt 2024 auf 4,6 Prozent – was jetzt hilft

Ein blaues Linien diagramm, das die Euro-Zonen-Inflation in den Vereinigten Staaten zeigt, mit erklärendem Text oben.

Inflation in Deutschland steigt 2024 auf 4,6 Prozent – was jetzt hilft

Deutschland bereitet sich auf einen deutlichen Anstieg der Inflation bis Ende 2024 vor – die Rate könnte bis Dezember auf 4,6 Prozent klettern. Der Preisschub folgt auf die eskalierenden Spannungen im Persischen Golf nach einem US-Angriff auf den Iran. Als Reaktion darauf hat die Bundesregierung neue Entlastungsmaßnahmen eingeführt, um die finanzielle Belastung für Haushalte und Unternehmen abzufedern.

Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran hat die globalen Energiemärkte erschüttert und die Preise in die Höhe getrieben. Experten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (IW) warnen, dass die Inflation weiter steigen könnte und im Schnitt 3,5 Prozent im Jahr 2026 erreichen dürfte – ein Anstieg gegenüber den 2,7 Prozent, die im März 2024 verzeichnet wurden. Ihre Prognosen stützen sich auf Muster, die während der Energiekrise 2022 zu beobachten waren, ausgelöst durch Russlands Angriff auf die Ukraine.

Markus Demary, Geldpolitik-Experte des IW, wies auf die Gefahren einer Stagflation hin – ein Szenario, in dem steigende Preise mit einer schwachen Wirtschaftsentwicklung einhergehen. Er forderte die Regierung auf, gezielt einkommensschwache Haushalte zu unterstützen, und schlug vor, das Pendlerpauschale zu erhöhen, um die gestiegenen Fahrtkosten abzumildern.

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Um die Folgen abzufedern, hat Berlin mehrere Maßnahmen auf den Weg gebracht. Ab dem 1. Mai tritt ein temporärer Spritrabatt in Kraft. Zudem dürfen Arbeitgeber ihren Beschäftigten einen steuerfreien Bonus von bis zu 1.000 Euro zahlen. Diese Schritte erinnern an frühere Eingriffe, etwa die Kehrtwende der Europäischen Zentralbank (EZB) im Jahr 2022, als sie die Geldpolitik straffte, um die Inflation einzudämmen.

Der letzte große Inflationsschub 2022 hatte die Teuerungsrate auf über 10 Prozent getrieben, der Jahresdurchschnitt lag damals bei 6,9 Prozent. Das IW schließt weitere Schritte der EZB nicht aus, sollten die Preise weiter steigen.

Mit dem Entlastungspaket will die Regierung die Belastung durch höhere Lebenshaltungskosten für Arbeitnehmer und Familien abmildern. Da die Inflation voraussichtlich bis 2026 erhöht bleiben wird, stehen Unternehmen und Haushalte vor anhaltenden finanziellen Herausforderungen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Maßnahmen ausreichen, um die Preise zu stabilisieren und die wirtschaftliche Erholung zu stützen.

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