Illegale Abfalltransporte: 69-Jähriger aus Bielefeld in der Kritik
Adeline SchmiedeckeIllegale Abfalltransporte: 69-Jähriger aus Bielefeld in der Kritik
Ein 69-jähriger Mann aus Bielefeld muss sich wegen mehrerer Vorwürfe verantworten, nachdem Behörden entdeckt hatten, dass er illegal gefährliche Abfälle transportiert hatte. Der Fall nahm seinen Anfang, als die Polizei den Mann dabei beobachtete, wie er mit einem überladenen Anhänger durch den Ostwestfalendamm-Tunnel fuhr.
Der Mann wurde angehalten, während er einen Pferdeanhänger zog, dessen Ladung etwa 2,2 Meter über die Ladeklappe hinausragte. Bei der Kontrolle fanden die Ermittler Fässer mit Altöl sowie Autokühler mit Kühlmittel – beides als gefährliche Stoffe eingestuft. Weitere Überprüfungen förderten alte Haushaltsgeräte, Aluminiumschrott und Stahlabfälle zutage, die sowohl auf der Ladefläche als auch im Inneren des Fahrzeugs verstreut waren.
Später stießen die Behörden auf einen zweiten Anhänger des Mannes, der ebenfalls mit nicht genehmigtem Abfall beladen war. Der 69-Jährige konnte keine vorgeschriebenen Genehmigungen für die Sammlung oder den Umgang mit Schrott und gefährlichen Abfällen vorlegen, wie sie das Kreislaufwirtschaftsgesetz vorschreibt. Es stellte sich heraus, dass er etwa 20 bezahlte Entsorgungsfahrten ohne die erforderliche Zulassung durchgeführt hatte.
Das Ordnungsamt der Stadt veranlasste, dass der Pferdeanhänger zu einem kommunalen Recyclinghof gebracht wurde, um die Abfälle fachgerecht zu entsorgen. Zudem wurde das Bielefelder Zollamt eingeschaltet, um mögliche Steuerhinterziehung und andere Steuerdelikte zu prüfen.
Dem Mann drohen nun Anklagen wegen Umweltverstößen, Verstößen gegen das Steuerrecht sowie der Nichtbeachtung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Die Ermittlungen von örtlichen Behörden und dem Zoll dauern an.






