08 April 2026, 08:17

Herbstsynode in Solingen entscheidet über Fusion und Zukunft der Kirche

Kleine Kirche mit einem Glockenturm, identifiziert als die Kirche des Heiligen Grabes, umgeben von Häusern, einem Zaun, Gras, blühenden Pflanzen, einem Pfad, Bäumen, Strommasten mit Drähten und einem bewölkten Himmel.

Herbstsynode in Solingen entscheidet über Fusion und Zukunft der Kirche

Kirchenkreis Solingen hält am Wochenende seine Herbstsynode ab

Der Evangelische Kirchenkreis Solingen veranstaltet an diesem Wochenende seine Herbstsynode in der Evangelischen Stadtkirche am Fronhof. Ab Freitagabend stehen zentrale Entscheidungen auf dem Programm, darunter ein geplanter Zusammenschluss mit benachbarten Kirchenkreisen sowie die Finanzplanung für die kommenden Jahre.

Die zweitägige Versammlung beginnt mit einem Gottesdienst, bevor es in die Beratungen zu Haushalten, Personal und der künftigen Struktur des Kirchenkreises geht.

Die Synode startet am Freitag, 14. November, um 18:00 Uhr mit einem Gottesdienst unter der Leitung von Pfarrer Klaus Hammes aus Ohligs. Im Anschluss setzt sich die Sitzung im Bürgersaal fort, wo Superintendentin Dr. Ilka Werner ihren Bericht vorstellt. Im Mittelpunkt stehen finanzielle Fragen: Die Delegierten stimmen über die Haushalte 2026 für den Kirchenkreis und die Solinger Diakonie ab. Zudem wird Pfarrer Astrid Klumb in einer Würdigung gedacht.

Am Samstag beginnen die Beratungen um 8:30 Uhr mit einer Andacht von Predigerin Miriam Hindenberger, gefolgt von einem Grußwort des neu gewählten Solinger Oberbürgermeisters Daniel Flemm. Der Schwerpunkt liegt auf der Abstimmung über die Einleitung eines Fusionsverfahrens mit den benachbarten Kirchenkreisen Düsseldorf-Mettmann und Niederberg. Bei einer Zustimmung könnte der Zusammenschluss drei bis vier Jahre dauern; der neue Kirchenkreis würde erst nach der finalen Genehmigung durch die Landeskirche entstehen.

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Der vom Solinger Kreissynodalvorstand (KSV) eingebrachte Vorschlag zielt auf eine größere, effizientere Struktur ab. Superintendentin Werner hatte argumentiert, dass eine vollständige Eigenständigkeit den kleineren Kirchenkreis Solingen überfordern würde. Im Rahmen des Plans behielten Solingens Gemeinden jedoch als eigenständige Region innerhalb des neuen Kirchenkreises bestimmte Entscheidungsbefugnisse.

Die Diskussionen über die Fusion knüpfen an erste Gespräche im Sommer 2025 und eine gemeinsame Sitzung aller drei Synodalvorstände Anfang November an. Bei einer positiven Abstimmung würde das formelle Verfahren im Januar 2026 beginnen. Zudem stehen Personalplanungen und Gebäudekonzepte im Zusammenhang mit der Initiative "Klingenkirche 2030" auf der Tagesordnung.

Die Beschlüsse der Synode werden die Zukunft des Solinger Kirchenkreises prägen – von der Finanzplanung bis zu möglichen strukturellen Veränderungen. Sollte die Fusion voranschreiten, würde sich der Prozess über mehrere Jahre erstrecken; der neue Kirchenkreis entstünde erst nach der Zustimmung der Landeskirche. Die Wochenendberatungen geben zudem die Richtung für langfristige Projekte wie "Klingenkirche 2030" vor.

Quelle