Henkel kauft US-Haarpflegemarke Olaplex für 1,4 Milliarden Dollar
Deutscher Konsumgüterriese Henkel übernimmt US-Haarpflegemarke Olaplex für rund 1,4 Milliarden Dollar
Der Dax-Konzern Henkel hat die Übernahme des amerikanischen Premium-Haarpflegeherstellers Olaplex für etwa 1,4 Milliarden Dollar (rund 1,3 Milliarden Euro) vereinbart. Die am 26. März 2026 unterzeichnete Transaktion markiert einen bedeutenden Vorstoß des Unternehmens – bekannt für Marken wie Schwarzkopf und Persil – in den hochpreisigen Haarpflegemarkt.
Nach Bekanntgabe der Übernahme stiegen die Olaplex-Aktien im frühen US-Handel um fast 50 Prozent. Der Deal soll in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden, vorbehaltlich der notwendigen kartellrechtlichen Genehmigungen.
Henkel zahlt je Aktie 2,06 Dollar – ein Aufschlag von 55 Prozent auf den Schlusskurs von Olaplex am 25. März. Im Vergleich zum 30-Tage-Durchschnittswert der Aktie entspricht dies einem Plus von 45 Prozent. Die endgültige Vereinbarung folgt auf die Zustimmung der Aktionäre des bisherigen Eigentümers, der Beteiligungsgesellschaft Advent International.
Das 2014 gegründete Unternehmen Olaplex revolutionierte mit seiner patentierten Technologie zur Reparatur von Haarstrukturen den Haarpflegemarkt. Die Marke hat seitdem eine starke internationale Präsenz aufgebaut und erwirtschaftet ihre Umsätze zu etwa gleichen Teilen in Nordamerika und auf globalen Märkten. 2025 verzeichnete Olaplex einen Umsatz von 370 Millionen Euro bei hoher Profitabilität, getrieben durch den Vertrieb in Friseursalons, im Fachhandel und über E-Commerce.
Henkel plant, das globale Vertriebsnetz des Konzerns zu nutzen, um Olaplex weiter auszubauen. Trotz der Übernahme bleibt die Marke unter dem Dach von Henkel eigenständig und behält ihren Namen. Die Transaktion stärkt Henkels Position im Premium-Haarpflegesegment und verschafft Olaplex Zugang zu größeren globalen Ressourcen. Nach dem Abschluss wird eine der am schnellsten wachsenden Marken der Branche in das Portfolio eines internationalen Großkonzerns integriert. Vor dem finalen Vollzug stehen noch die abschließenden Prüfungen durch die Wettbewerbsbehörden.






