"Hart aber fair" diskutiert: Wie können wir die Pflegekrise in Deutschland lösen?
Oswin MargrafThema und Gäste der neuen Folge am Montag - "Hart aber fair" diskutiert: Wie können wir die Pflegekrise in Deutschland lösen?
Die ARD-Talkshow "Hart aber fair" widmet sich in ihrer nächsten Ausgabe der eskalierenden Pflegekrise in Deutschland. Die Sendung wird am Montag, 3. November, um 21:00 Uhr im Ersten ausgestrahlt und thematisiert Würde im Alter, die Betreuung von Demenzkranken sowie die Belastungen für Angehörige. Zu Gast sind Fachleute, Politiker:innen und Betroffene, die aus erster Hand über die aktuellen Herausforderungen des Systems berichten.
Unter dem Titel "Pflegenotstand: Wer sorgt für Würde im Alter?" analysiert die Sendung die Überlastung der deutschen Pflegeinfrastruktur. Angesichts einer schnell alternden Bevölkerung steigt die Zahl der Menschen, die auf langfristige Unterstützung angewiesen sind – insbesondere Demenzkranke. Derzeit werden rund 90 Prozent der Pflegebedürftigen von Familienmitgliedern zu Hause versorgt, nur 10 Prozent leben in professionellen Pflegeeinrichtungen.
Zu den Gästen zählt Rainer Heydenreich, der seit vier Jahren mit der Diagnose Alzheimer lebt. Er schildert den Alltag von Menschen mit Demenz. Die Schauspielerin und Autorin Andrea Sawatzki, die ihren eigenen Vater nach dessen Demenzdiagnose gepflegt hat, bringt die emotionalen und praktischen Belastungen für Angehörige ein.
Die politische Perspektive vertreten Karl-Josef Laumann (CDU), Arbeits-, Gesundheits- und Sozialminister von Nordrhein-Westfalen, sowie Stella Merendino, Bundestagsabgeordnete der Linken und ehemalige Pflegekraft. Sie diskutieren Versäumnisse in der Pflegepolitik und mögliche Reformen.
Der Arzt und Moderator Eckart von Hirschhausen präsentiert Erkenntnisse aus seiner ARD-Dokumentation "Hirschhausen und das große Vergessen", die sich mit den Folgen von Demenz für Betroffene und Gesellschaft auseinandersetzt. Im Mittelpunkt der Debatte stehen Unterstützungsmodelle für Erkrankte, Entlastung für unbezahlt pflegende Angehörige und der dringende Bedarf an strukturellen Veränderungen.
Die Sendung will die Nöte von Familien aufzeigen, Schwächen im aktuellen Pflegesystem benennen und Lösungsansätze diskutieren. Durch persönliche Schicksale, politische und medizinische Standpunkte unterstreicht die Ausgabe die Notwendigkeit besserer Ressourcen und Konzeptionen. "Hart aber fair" ist am 3. November um 21:00 Uhr im Ersten zu sehen.






