29 March 2026, 16:13

Handy-Ablenkung auf Bahnsteig endet mit schwerem ICE-Unfall in NRW

Eine U-Bahn fährt in einen Bahnhof ein und hält auf dem Bahnsteig auf der rechten Seite, mit einer Anzeige darüber.

Ablenken durch Handy auf dem Bahnsteig: Mann von durchfahrendem ICE erfasst - Handy-Ablenkung auf Bahnsteig endet mit schwerem ICE-Unfall in NRW

Ein 27-jähriger Mann ist in Leichlingen (Nordrhein-Westfalen) von einem Hochgeschwindigkeitszug erfasst worden, nachdem er auf dem Bahnsteig durch sein Handy abgelenkt war. Der Vorfall ereignete sich auf der ICE-Strecke (Intercity-Express) zwischen Leichlingen und Sankt Augustin und führte zu erheblichen Behinderungen im Bahnverkehr.

Die Kollision passierte, als der Mann, der in sein Telefon vertieft war, zu nah an die Bahnsteigkante trat. Der Lokführer betätigte sofort die Notfallhupe und leitete eine Bremsung ein, doch der Zusammenstoß ließ sich nicht mehr verhindern. Das Opfer erlitt eine schwere Kopfverletzung und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine nahegelegene Universitätsklinik geflogen.

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Die Bundespolizei ermittelt nun wegen des Vorfalls. Nach den deutschen Bahnsicherheitsvorschriften müssen Mitarbeiter in Erster Hilfe ausgebildet sein, Notbremsungen einleiten und solche Unfälle unverzüglich melden. Plattformbezogene Unfälle ereignen sich bundesweit mehrere hundert Mal pro Jahr; die Zahlen werden von der Eisenbahn-Bundesamt erfasst.

Die Strecke wurde nach dem Zusammenstoß vorübergehend gesperrt, was zu Verspätungen für Reisende führte. Die Behörden haben bisher keine weiteren Details zum Zustand des Mannes oder zur genauen Ursache des Unfalls veröffentlicht.

Der Vorfall unterstreicht die Gefahren von Unachtsamkeit in der Nähe von Bahnsteigen. Obwohl die Notfallprotokolle eingehalten wurden, endete die Kollision mit Verletzungen und Zugausfällen. Die Ermittlungen der Bundespolizei und der Bahnbehörden dauern an.

Quelle