Expressbus SB91 fährt nicht mehr bis Dormagen – was nun für Pendler?
Kilian SchlosserExpressbus SB91 fährt nicht mehr bis Dormagen – was nun für Pendler?
Ab dem 14. Dezember 2023 wird die Expressbuslinie SB91 Dormagen nicht mehr bedienen. Die Entscheidung folgt dem Haushaltssperre der Stadt Köln, durch die die notwendigen Mittel für die Linie gestrichen wurden. Lokale Verantwortliche haben nun zugesagt, gemeinsam an einer Wiederherstellung der Verbindung zu arbeiten.
Seit Dezember 2020 verband die SB91 Dormagen direkt mit Hürth und Brühl und hielt dabei in Sinnersdorf, Pulheim Rathaus sowie Weiden West. Im Sommer 2023 geriet die Strecke in Unsicherheit, als Köln ankündigte, seinen jährlichen Zuschuss um 283.000 Euro zu kürzen. Dies löste Proteste von Anwohnern und dem Rhein-Sieg-Kreis aus, woraufhin vorübergehende Landesmittel bewilligt wurden, die den Betrieb bis März 2026 sicherten.
Die Haushaltssperre Kölns zwang die Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft (REVG) letztlich dazu, die Linie zu verkürzen – sie endet nun in Sinnersdorf Feld. Die Stadt Dormagen hingegen bekräftigte ihre Bereitschaft, die jährliche finanzielle Unterstützung in Höhe von etwa 239.000 Euro aufrechtzuerhalten.
Während eines Wahlkampfbesuchs im September 2023 sprachen sich sowohl der damalige Oberbürgermeisterkandidat Torsten Burmester als auch Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld für den Erhalt der Linie aus. Burmester versprach, im Falle seiner Wahl Kölns Entscheidung rückgängig zu machen und die Finanzierung zu sichern. Mittlerweile im Amt, haben die beiden Bürgermeister vereinbart, sich im kommenden Frühjahr in Dormagen zu treffen, um über die Wiederherstellung der Verbindung zu beraten.
Es gibt verschiedene Alternativvorschläge, darunter eine hälftige Kostenaufteilung zwischen regionalen Akteuren, die Eingliederung in das VRS-Netz mit Bundesförderung sowie Angebote privater Betreiber. Bis März 2026 wurde jedoch noch keine dauerhafte Lösung gefunden.
Die Einstellung des SB91-Asts nach Dormagen erfolgt nach monatelangen politischen Debatten und provisorischen Lösungen. Die geplante Zusammenarbeit der beiden Bürgermeister zielt darauf ab, die Linie wiederzubeleben; die Gespräche sollen im Frühjahr stattfinden. Bis dahin müssen Fahrgäste sich mit der verkürzten Strecke bis Sinnersdorf Feld begnügen.






