02 April 2026, 00:36

Eine Milliarde Stimmen: Wie One Billion Rising gegen Gewalt an Frauen kämpft

Eine Gruppe Frauen in bunten Kleidern tanzt auf der Straße, umgeben von einer Menschenmenge, mit Gebäuden, Geländern, Balkonen, Fahnen, einem Laternenpfahl und einer Tafel mit Schrift im Hintergrund.

Tanz-Aktionen in Städten - Zeichen gegen Gewalt an Frauen - Eine Milliarde Stimmen: Wie One Billion Rising gegen Gewalt an Frauen kämpft

Weltweite Bewegung gegen Gewalt an Frauen geht in eine neue Runde

Auch in diesem Jahr formiert sich erneut eine globale Bewegung gegen Gewalt an Frauen. Die Kampagne One Billion Rising, 2012 von der US-amerikanischen Künstlerin und Feministin Eve Ensler ins Leben gerufen, vereint weiterhin Millionen Menschen durch Tanz und Protest. Der Name der Initiative unterstreicht eine erschütternde Realität: Schätzungsweise eine Milliarde Frauen und Mädchen weltweit werden im Laufe ihres Lebens Gewalt erfahren.

Die Kampagne startete als Aufruf zum Handeln und forderte Frauen sowie Unterstützer:innen auf, sich durch öffentliche Tanzdemonstrationen gegen Misshandlung zu erheben. Über die Jahre entwickelte sie sich zu einem weltweiten Phänomen mit großen Veranstaltungen in Metropolen wie Delhi, Mumbai, Nairobi, São Paulo und Manila. Sozialen Medien kam dabei eine Schlüsselrolle zu – sie ermöglichten es Aktivist:innen, Botschaften zu verbreiten und grenzüberschreitend Proteste zu organisieren.

In diesem Jahr sind Teilnehmer:innen aufgefordert, sich beim Tanzen zur Hymne Women on Fire zu filmen. Die Aufnahmen werden zu einem globalen Videocollage zusammengeschnitten, das digitale und physische Aktivismusformen verbindet. Allein in Nordrhein-Westfalen sind in rund 30 Städten und Gemeinden Aktionen geplant. Duisburg und Detmold veranstalten öffentliche Tanzevents in ihren Innenstädten – ein Zeichen der Solidarität mit Frauen weltweit.

Trotz des Aufschwungs digitaler Aktivismusformen betont die Kampagne weiterhin die Kraft der körperlichen Präsenz. Organisator:innen argumentieren, dass die Rückeroberung öffentlicher Räume durch kollektives Handeln nach wie vor von zentraler Bedeutung ist. Die Kombination aus sozialer Medienreichweite und Präsenzprotesten verleiht der Bewegung Dynamik und globale Strahlkraft.

One Billion Rising bringt auch in diesem Jahr Überlebende, Aktivist:innen und Unterstützer:innen durch Tanz und digitale Teilhabe zusammen. Mit Veranstaltungen auf allen Kontinenten und einer wachsenden Online-Präsenz will die Initiative das Thema geschlechtsspezifische Gewalt weiterhin in den Fokus rücken. Das diesjährige Videocollage und lokale Kundgebungen unterstreichen den langjährigen Ruf nach Gerechtigkeit und Wandel.

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AKTUALISIERUNG

Germany's 2026 One Billion Rising Events: Nationwide Participation and Key Moments

The 2026 One Billion Rising campaign in Germany saw record participation across 150 locations. In North Rhine-Westphalia alone, 30 cities hosted events, including Duisburg's powerful demonstration where protesters danced around a 'Wir sagen Nein! zu Gewalt gegen Frauen' poster. Additional actions unfolded in Saarbrücken and Brandenburg, with the latter featuring an early-morning rally at Schloßplatz. These events confirmed the campaign's enduring momentum, blending physical protests with digital activism to amplify its global message.