12 March 2026, 08:11

Düsseldorfs umstrittenes Drogenhilfezentrum in Oberbilk spaltet die Stadt

Eine Zeichnung eines Parks mit Menschen, die spazieren gehen, umgeben von Bäumen, Gebäuden und einer Brücke unter einem bewölkten Himmel, mit Text unten, der "Die zweite Dombrücke in Düsseldorf" lautet.

Düsseldorfs umstrittenes Drogenhilfezentrum in Oberbilk spaltet die Stadt

Düsseldorf stellt Pläne für neues Drogenhilfezentrum in Oberbilk vor

Am Donnerstagabend wird Düsseldorf seine Pläne für ein neues Drogenberatungs- und -hilfezentrum im Stadtteil Oberbilk vorstellen. Das Vorhaben sorgt bereits für Kontroversen, da Anwohner:innen massiven Widerstand äußern. Die Stadtverwaltung will die Bedenken aufgreifen, gleichzeitig aber das mit 3,3 Millionen Euro veranschlagte Projekt vorantreiben.

Das geplante Zentrum orientiert sich am "Zürcher Modell" und setzt auf Schadensminimierung sowie gestufte Hilfsangebote. Ab diesem Sommer sollen dort Beratungsgespräche, medizinische Grundversorgung und psychiatrische Unterstützung im Rahmen eines modularen Systems angeboten werden. Die Stadt hat für das Projekt in diesem Jahr 3,3 Millionen Euro im Haushalt eingeplant, insbesondere für den Bereich um den Düsseldorfer Hauptbahnhof.

Bei der ersten öffentlichen Informationsveranstaltung zu den Plänen gab es scharfe Kritik von Teilnehmenden. Viele Anwohner:innen sowie benachbarte Schulen und Kitas halten den gewählten Standort für ungeeignet. Die "Bürgerinitiative Eisenstraße" hat über 2.200 Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt und argumentiert, der geplante Konsumraum verstoße gegen geltendes Recht. Stattdessen fordern sie ein härteres polizeiliches Vorgehen gegen drogenbedingte Probleme.

An der Donnerstagsveranstaltung werden Vertreter:innen aus der Sozialberatung und der Straßenarbeit teilnehmen. Ihre Aufgabe wird es sein, die Abläufe im Zentrum zu erläutern und auf die Sorgen der Bevölkerung einzugehen. Trotz des Widerstands bleibt die Stadt entschlossen, die Dienstleistungen schrittweise einzuführen.

Das Oberbilker Zentrum wird in einer gestuften Eröffnung starten, beginnend mit grundlegenden Unterstützungsangeboten. Die Veranstaltung am Donnerstag bietet der Verwaltung eine weitere Gelegenheit, mit den Anwohner:innen ins Gespräch zu kommen, bevor die Umsetzung beginnt. Das Ergebnis wird zeigen, ob Anpassungen am Konzept oder am Standort vorgenommen werden.

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