17 March 2026, 06:13

Düren erinnert mit Schweigeminute an den Bombenangriff vor 81 Jahren

Ein Gedenkmonument mit Blumen darauf, umgeben von einer Wand mit eingravierten Text und Zahlen, vor einem Hintergrund aus Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Düren erinnert mit Schweigeminute an den Bombenangriff vor 81 Jahren

Düren gedenkt mit feierlicher Zeremonie des 81. Jahrestags seines dunkelsten Tages

Am 16. November 1944 wurde Düren durch einen alliierten Bombenangriff verwüstet, der die Stadt in Schutt und Asche legte. Zum 81. Mal versammelten sich die Bürgerinnen und Bürger nun erneut, um der Opfer zu gedenken und die Lehren der Geschichte zu reflektieren.

Der Tag begann mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Christuskirche. Von dort aus führte ein Friedensmarsch die Teilnehmenden zum Mahnmal am Dürener Rathaus, wo die zentrale Gedenkfeier stattfand.

Um 15:23 Uhr – dem exakten Zeitpunkt des Angriffs im Jahr 1944 – verharrte die Menge in einer Schweigeminute. Das Blechbläserensemble des Stiftischen Gymnasiums umrahmte die Feier mit musikalischen Klängen und verstärkte die würdevoll-ernste Stimmung. Die Anwesenden stellten Kerzen auf eine große, auf den Boden gemalte Friedenskaube, als Symbol für ihr Bekenntnis zum Frieden.

Bürgermeister Frank Peter Ullrich richtete sich in einer Rede an die Versammelten und betonte die Bedeutung des Friedens sowie die Ablehnung von Hass. Gleichzeitig hob er den Wiederaufbau Dürens nach dem Krieg als Zeichen von Widerstandskraft und Hoffnung hervor.

Im Vorfeld des Gedenktags hatten das Stiftische Gymnasium, das Stadtmuseum Düren und Düren Kultur ein Projekt ins Leben gerufen, das junge Menschen mit der Kriegsvergangenheit der Stadt verband. Eine Geschichtsklasse las im Dürener Theater Zeitzeugenberichte von Überlebenden vor und schuf so eine Brücke zwischen der jüngeren Generation und denen, die den Bombenangriff erlebt hatten.

Die Gedenkveranstaltungen waren zugleich Erinnerung und Mahnung. Indem sie der Vergangenheit gedachten, bekräftigten die Dürenerinnen und Dürener ihr Engagement für Frieden und Zusammenhalt. Die Feierlichkeiten stellten sicher, dass die Erinnerungen an das Jahr 1944 für kommende Generationen lebendig bleiben.

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