DHL mit gemischten Quartalszahlen: Wachstum in Deutschland, Rückgang weltweit
Kilian SchlosserHöhere Porto-Gebühren lassen die Kassen bei der Post klingeln - DHL mit gemischten Quartalszahlen: Wachstum in Deutschland, Rückgang weltweit
DHL verzeichnet gemischte Quartalszahlen für das dritte Quartal 2025
Die Deutsche Post DHL hat für das dritte Quartal 2025 durchwachsene Finanzzahlen vorgelegt. Während die Sparte Post & Paket Deutschland ein kräftiges Wachstum verzeichnete, ging der globale Umsatz des Konzerns zurück. Stellenabbau und Preisanpassungen prägten die jüngsten Entwicklungen.
Die Portokosten für einen Standardbrief in Deutschland stiegen in diesem Jahr von 85 Cent (2024) auf 95 Cent. Die aktuelle Briefgebühr bleibt jedoch mindestens bis Ende 2026 unverändert.
Die Sparte Post & Paket Deutschland legte im dritten Quartal 2025 deutlich zu: Der Umsatz kletterte um 4,7 % auf rund 4,2 Milliarden Euro, während der operative Gewinn um über 25 % auf 218 Millionen Euro anstieg. Auch die Paketzustellungen in Deutschland nahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6 % zu.
Weltweit präsentierte sich die Lage weniger positiv. Der Gesamtumsatz sank um 3,8 % auf 16,3 Milliarden Euro. Dennoch stieg der operative Gewinn (EBIT) um 7,6 % auf etwa 1,5 Milliarden Euro.
Im Jahr 2025 hat das Unternehmen deutliche Personalanpassungen vorgenommen. Allein in Deutschland wurden seit Jahresbeginn rund 8.000 Stellen abgebaut. Zudem warnte DHL, dass das Briefaufkommen aufgrund der beschleunigten Digitalisierung in Privatwirtschaft und öffentlichem Sektor stark zurückgehen werde.
Für die kommenden Monate bereitet sich DHL auf die geschäftige Jahresendphase vor. Das Unternehmen zeigt sich zuversichtlich, den saisonbedingten Anstieg der Sendungsmengen in den letzten Monaten des Jahres 2025 zu bewältigen.
Fazit: Stabile Inlandsgeschäfte, globale Herausforderungen Die deutschen Aktivitäten von DHL erwiesen sich mit höheren Umsätzen und Paketvolumina als widerstandsfähig. Gleichzeitig sank der globale Umsatz, und der Stellenabbau hält an. Nun konzentriert sich der Konzern auf die Bewältigung der bevorstehenden Hochphase – bei gleichbleibenden Portogebühren bis Ende 2026.






