Deutschland vergibt Milliardenauftrag für Kamikaze-Drohnen an Start-ups und Rheinmetall
Angela DietzDeutschland vergibt Milliardenauftrag für Kamikaze-Drohnen an Start-ups und Rheinmetall
Deutschland wird einen Großauftrag für Kamikaze-Drohnen an die Rüstungs-Start-ups Helsing und Stark vergeben. Der Deal im Wert von jeweils knapp 300 Millionen Euro umfasst auch Rheinmetall, den größten Rüstungskonzern des Landes. Die Drohnen sollen eine neue deutsche Brigade in Litauen unterstützen und so die östliche NATO-Flanke gegen mögliche russische Bedrohungen stärken.
Der Vertrag sieht die Lieferung von bis zu 12.000 Drohnen vor. Helsing, Europas wertvollstes Rüstungs-Start-up mit einer Bewertung von 12 Milliarden Euro, wird 6.000 seiner HX-2-Angriffsdrohnen bereitstellen. Stark, ein jüngeres Unternehmen mit Investoren wie Peter Thiel und Sequoia Capital, liefert seine bewaffnete Virtus-Drohne. Das vor nur 15 Monaten gegründete Unternehmen unterhält bereits ein Team in der Ukraine für Tests und Entwicklung.
Rheinmetall, bekannt für Panzer und Artillerie, steuert die bewaffnete Drohne FV-014 bei. Ziel der Vereinbarung ist es, Innovation zu fördern und den Wettbewerb in der Rüstungsindustrie zu stärken. Die Drohnen werden eine in Litauen stationierte deutsche Brigade ausstatten – Teil der NATO-Bemühungen, ihre östlichen Verteidigungslinien auszubauen.
Der Deal markiert einen Wandel hin zu kleineren, agilen Rüstungsfirmen, die eine größere Rolle in der europäischen Sicherheitspolitik spielen. Durch die Beteiligung von Rheinmetall bleibt die traditionelle Industrie in die Lieferkette eingebunden. Die Drohnen sollen die militärischen Fähigkeiten Deutschlands an der östlichen NATO-Flanke deutlich verbessern.






