18 June 2026, 12:10

Denkmalschutz stoppt Abriss: Rostocks Volkstheater bleibt vorerst erhalten

Es gibt immer noch den bescheidenen Modernismus im Osten und Westen

Denkmalschutz stoppt Abriss: Rostocks Volkstheater bleibt vorerst erhalten

Pläne zum Abriss des historischen Volkstheaters in Rostock stoßen auf starken Widerstand. Die regierende CDU der Stadt schlug vor, das Gebäude durch neue Wohnungen zu ersetzen, doch die Denkmalschutzbehörden werden dem Vorhaben voraussichtlich nicht zustimmen. Das 1943 erbaute Theater entwickelte sich später zu einem modernistischen Wahrzeichen der DDR und war 1965 Schauplatz der Uraufführung von Peter Weiss’ Marat/Sade.

In Düsseldorf wurde ein umstrittenes Projekt verworfen, das den Nachkriegsbau der Bonatz-Oper durch einen Neubau des Architekturbüros Snøhetta ersetzen sollte. Die geschätzten Kosten waren auf 1,8 Milliarden Euro explodiert. Oberbürgermeister Stephan Keller stoppte das Vorhaben, und das Grundstück am Wehrhahn ging wieder in städtischen Besitz über. Eine vollständige Modernisierung des bestehenden Opernhauses könnte dennoch zwischen 400 und 500 Millionen Euro kosten.

Als Alternative bietet der Entwurf „Blau-Grüner Ring“ des Büros raumwerk eine kostengünstigere Lösung. Der Plan sieht zudem vor, durch Landschaftsarchitektur die visuelle Verbindung des Opernhauses zu benachbarten Kulturstätten zu verbessern.

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Unterdessen hat das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege in Schwerin große Teile des Rostocker Volkstheaters unter Schutz gestellt. Diese Entscheidung macht einen Abriss noch unwahrscheinlicher und bewahrt die historische und architektonische Bedeutung des Gebäudes.

Düsseldorf hat das Milliardenprojekt für die Oper vom Tisch genommen, und Rostocks Volkstheater scheint dank seines Denkmalschutzstatus vor dem Abriss sicher. Beide Städte stehen nun vor der Herausforderung, Modernisierung und den Erhalt des kulturellen Erbes in Einklang zu bringen.

Quelle