Bundeswehr startet Großmanöver mit Drohnen und Platzpatronen in Mönchengladbach
Oswin MargrafBundeswehr startet Großmanöver mit Drohnen und Platzpatronen in Mönchengladbach
Großmanöver der Bundeswehr beginnt am Freitag in Mönchengladbach
Ab diesem Freitag findet in Mönchengladbach ein großangelegtes Militärmanöver der Bundeswehr statt. Die einwöchige Übung wird auf dem Gelände des ehemaligen Joint Headquarters (JHQ) Rheindahlen durchgeführt – einem weitläufigen, verlassenen Areal, das einst von britischen Streitkräften genutzt wurde. Anwohner in der Nähe müssen mit lauten Geräuschen rechnen, da im Rahmen der Ausbildung Platzpatronen verschossen werden.
An der Übung beteiligen sich rund 80 Soldaten, 25 Fahrzeuge und acht Drohnen. Hauptziel ist es, Kommunikationssysteme und Abläufe unter nationalen und NATO-Verteidigungsbedingungen zu testen.
Das ehemalige JHQ Rheindahlen erstreckt sich über eine Fläche von etwa 660 Fußballfeldern. Die 1954 als britisches Militärhauptquartier eröffnete Anlage steht heute leer. Ihre verlassene städtische Infrastruktur bietet ein realistisches Szenario für einsatznahe Trainings.
Spezialeinheiten der Polizei und Katastrophenschutzteams haben das Gelände bereits in der Vergangenheit für Übungen genutzt. Diesmal liegt der Fokus der Bundeswehr auf operativer Koordination und taktischer Kommunikation.
Das Manöver soll sieben Tage dauern, wobei im Rahmen der Ausbildung mit lauten Knallgeräuschen zu rechnen ist. Geprüft wird, wie effektiv die Kräfte in einer kontrollierten, aber anspruchsvollen Umgebung agieren können. Während der Übung bleibt das Gelände für die Öffentlichkeit gesperrt.