13 March 2026, 22:13

Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie

Ein Denkmal in einem Park mit einer Tafel, auf der "Denkmal für die Opfer der Tschernobyl-Katastrophe" steht, umgeben von Gras, trockenen Blättern, einem Weg, Bäumen, Pflanzen, einem Straßenmast, Gebäuden und einem bewölkten Himmel.

Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie

Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Solarkraftwerk – Kreis Borken gibt grünes Licht

Auf einer stillgelegten Mülldeponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großes Solarpark-Projekt, nachdem der Kreis Borken die Genehmigung erteilt hat. Die von der Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWG) vorangetriebene Initiative soll das schwer nutzbare Gelände in einen Standort für erneuerbare Energien verwandeln. Zudem prüfen die Verantwortlichen Optionen zur Energiespeicherung – etwa Batterielösungen für überschüssigen Windstrom.

Jahre lang galt die instabile Bodenbeschaffenheit der Deponie als Hindernis für eine Nachnutzung. Da sich der Untergrund noch setzt, scheiden klassische Bauvorhaben aus – Solarenergie bietet sich daher als eine der wenigen praktikablen Alternativen an. Das Projekt reiht sich in einen Trend in Nordrhein-Westfalen ein: Seit 2021 entstanden dort acht große Solarparks auf ehemaligen Deponien, darunter eine 12-Megawatt-Anlage in Duisburg (2022), ein 15-Megawatt-Projekt in Köln (2023) und eine 18-Megawatt-Anlage in Dortmund (2024).

Finanzielle Vorteile für die Region Der neue Solarpark könnte auch wirtschaftlich profitabel sein: Die Einnahmen aus dem Betrieb könnten die laufenden Unterhaltungskosten der Deponie decken und so die Müllgebühren für die Haushalte vor Ort senken. Allerdings bleibt wenig Zeit – bis Mitte 2025 muss die Anlage in Betrieb gehen, um staatliche Fördergelder zu erhalten.

Energiespeicherung als Zukunftsoption Neben der Solarstromerzeugung wird das Gelände auf seine Eignung für Energiespeicherlösungen geprüft. Großbatterien könnten Überschussstrom aus Windkraft aufnehmen und die Deponie so zu einem noch wertvolleren Baustein für die regionale Energiewende machen.

Das Vorhaben verwandelt eine problematische Altlast in einen produktiven Energiestandort. Bei termingerechter Fertigstellung schließt es sich an eine Reihe ähnlicher Projekte im Land an – und die Anwohner könnten dank des Solarparks sogar von sinkenden Abfallgebühren profitieren.

Quelle