Architektur-Studium in Wuppertal droht 2025 das Aus durch Mittelkürzungen
Kilian SchlosserArchitektur-Studium in Wuppertal droht 2025 das Aus durch Mittelkürzungen
Bergische Universität Wuppertal könnte Architektur-Studiengang bis nächstes Jahr schließen
Die Bergische Universität Wuppertal steht vor der möglichen Schließung ihres Architektur-Studiengangs ab dem kommenden Jahr. Hintergrund ist die erwartete Kürzung der Landesmittel ab 2026. Ohne Gegenmaßnahmen wird der Studiengang voraussichtlich 2025 keine neuen Studierenden mehr aufnehmen.
Der Universität droht ein Fehlbetrag von 5,7 Millionen Euro bei den staatlichen Zuwendungen. Dieser finanzielle Druck hat zu Überlegungen geführt, den Architektur-Studiengang schrittweise auslaufen zu lassen. Das für seine hohen Standards in Forschung und Lehre bekannte Programm könnte bis 2033 acht von elf Professuren verlieren.
Prof. Christoph Grafe, Dekan der Architektur-Fakultät, geht davon aus, dass der Studiengang geschlossen werden muss, wenn freigewordene Stellen nicht besetzt werden. Trotz dieser unsicheren Zukunft sind für eine im nächsten Jahr zu besetzende Professur bereits über 80 Bewerbungen eingegangen. Für die derzeitigen Studierenden ändert sich jedoch nichts – sie werden ihr Studium in Wuppertal abschließen können.
Für die Stadt selbst wäre der Verlust des Studiengangs ein herber Rückschlag. Die lokale Architekturausbildung hat über Jahre hinweg die städtebauliche Entwicklung und Planung in Wuppertal maßgeblich unterstützt.
Falls die Universität ihre Pläne umsetzt, wird der Architektur-Studiengang 2025 keine neuen Studierenden mehr aufnehmen. Aktuelle Studierende können ihr Studium fortsetzen, doch die Zukunft des Fachbereichs hängt von finanziellen und personellen Entscheidungen ab. Auch die Stadt könnte die Folgen spürbar zu spüren bekommen, sollte sie ein wichtiges Ausbildungszentrum für Fachkräfte verlieren.






